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EM 2012 Maskottchen – Zwei Trolle auf LSD

Zwei bunte Trolle in den Nationalfarben auf LSD – so wirken die zwei EM 2012 Glücksbringer bei ihrer Vorstellung und sind die jüngsten Argumente für die Abschaffung der übergroßen Plüschtiere und Plastik-Comic Figuren.

“Das ist der bittere ungeschminkte Wahrheit“, um es mal in den Worten von Bruce zu sagen, die das Zwillingspaar vermittelt. Punk-Frisur und erweiterte Pupillen erinnern eher an einen Drogensüchtigen Junkie als an Fußballspielende Brüder.

Dies soll wahrscheinlich frech und flott wirken, jedoch sind das nun mal eben die Wörter und Adjektive, die einem einfallen, wenn man neben sich einen stehen hat, der eben dies wiederspiegelt – vergrößerte Pupillen und Punkfrisur und nicht dafür bezahlt wird mit einem Dauergrinsen und hyperaktive Bewegungen die Fans in den EM Stadien zu unterhalten. Ich möchte hier nicht alle über einen Kamm scheren und sagen, dass alle Punks Drogensüchtig sind, jedoch passen die EM Maskottchen eben in dieses Bild.

Vermutlich findet der Ältestenrat der Fussball-Funktionäre dies Hip und Modern, doch sein wir doch mal ehrlich. Wer kauft sich schon ein Abbild dieser „kessen Bubbies“ und stellt sich diese in seine Vitrine?

Die Bubbies passen einfach nicht in die Welt des Fussballs, die durch Marken wie Nike und Adidas alles andere als Kunterbunt ist. Superstars werden in heroischen Bildern und Videoclips als unbesiegbar dargestellt. Und die Kids von heute wünschen sich vor der EURO 2012 eher das entsprechende Computer- oder Konsolenspiel oder ein Fussballtrikot, als die ach so schönen Maskottchen.

Dabei sind die EM Maskottchen meist peinlicher als die Fussballspieler. Ich erinnere nur an Goleo, der das Sommermärchen 2006 unten ohne feierte und dabei aussah wie ein wandelnder Pin mit Fell. Geholfen hatte dies leider auch nicht. Übrigends ging der Hersteller wegen mangelnden Interesse an den Löwen-Puppen bereits vor der WM 2006 pleite.

Ein gutes haben die Maskottchen der Fussball Europameisterschaften und Fussball Weltmeisterschaften jedoch. Nachdem sie vor und während des Fussball-Großereignisses wie eine Sau durchs Fussballdorf getrieben wurden verschwinden sie so schnell, wie sie erschienen sind, auch wieder in der Versenkung.

Oder erinnert sich heute noch jemand an Pinocchio? Ja, das jubelnde Holz-Etwas dürfte 1980 in Italien seine Spuren hinterlassen. Sein Nachfolger Peno war in Frankreich 1984 minder erfolgreich und an den Hasen Berni 1988 möchte ich gar nicht erinnern. Berni ist damals in Deutschland herumgehopst und konnte nur vier Jahre später, in Schweden, von seinem Nachfolger dem Kaninchen getoppt werden.

An die wandelnden Wortwitze Goaliath (England – 1996) oder Benelucky (Niederlande und Belgien – 2000) möchte ich gar nicht denken. Ich hoffe ihr findet das Wortspiel Goalliath wie Bene, abgeleitet von den Benelux-Staaten, „unterhaltsam“ wie ich.

Meiner Meinung nach sind ja Maskottchen nicht komplett falsch am Platz. Doch erinnern diese immer mehr an schlechte Schießbudenpreisen und so richtig überzeugen konnte eben keines. Ein Beispiel sollte man sich vielleicht an das Biathlon-WM 2007 Maskottchen „Bumsi“ nehmen. Obwohl, bitte nicht. Man stelle sich bitte nur die Schlagzeilen der Boulevardzeitungen vor, wenn Podolski beim Torjubel das Maskottchen umreist.

Poldi Bum…

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